Denial

 

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Fotos: © Ute Langkafel



Denial (dɪˈnaɪ(ə)l, dt.: Verleugnung, Verdrängung, Aufnahmeverweigerung)

Mir geht es gut. Meiner Familie geht es gut. Der Welt geht es gut.

Wir leben unser Leben in einer von uns erfundenen Realität, die auf Fragmenten basiert, auf bruchstückhafter Erinnerung und Wahrnehmung. Viele Teile gelebter Erfahrung fehlen in der Erzählung, die der Mensch von sich preisgibt. Teile, die wir lieber verdrängen, ignorieren und leugnen.

Yael Ronen und das Ensemble stellen sich in ihrem neuen Projekt der menschlichen Fähigkeit, wegzugucken. Während der Recherche für das Stück  sind sie einem Psychiater, einer Historikerin, einer Juristin, einer Energie-Therapeutin, einem Hypnotiseur begegnet - und natürlich sich selbst. In episodischen Szenen erzählen sie von den Traumata politischer Verfolgung im Iran, die auch Jahrzehnte später noch sprachlos machen, von Geheimnissen über Mittäterschaft bei der israelischen Besatzung, von still akzeptierter Gewalt im Familienkreis, von der Geheimhaltung eines Coming-Outs, von der Kollaboration des Schweigens und der Politik der Erinnerung.

Premiere: 9. September 2016

Team
Regie
Yael Ronen
Bühnenbild
Magda Willi
Kostüme
Amit Epstein
Musik
Nils Ostendorf
Video
Hanna Slak
Dramaturgie
Irina Szodruch
Licht
Hans Fründt
Besetzung
Oscar Olivo
Dimitrij Schaad
Çiğdem Teke
Maryam Zaree
Orit Nahmias


Pressestimmen

»Eine Komödie, die weh tut – vor der man aber nicht die Augen verschließen sollte.«
Deutschlandfunk, Barbara Behrendt

»Es ist ein ganz neuer Sound, den Yael ­Ronen hier anschlägt. Ihr Talent, harte Tatsachen und Konflikte leicht zu erzählen, zeigt sie im Wesentlichen nur zu Beginn. Dann wird es immer heftiger, aber nicht weniger großartig, irritierend, intensiv.«

»So illustriert der starke Abend die Gültigkeit der in den 1970er-Jahren weit verbreiteten Parole ›Das Private ist politisch‹. Eindringlich, ungemütlich, groß!«
Zitty, Friedhelm Teicke

»Fiktion und Biografie sind nicht voneinander abzulösen. Was leidende Figur ist und was humorbegabter und seelenvoller Spieler, bleibt bei Ronen einmal mehr ungewiss. Und in dieser Ungewissheit erkennt sich der Zuschauer wieder.«
Berliner Zeitung, Ulrich Seidler

»Denial ist eine großartige Inszenierung, die bis in die Tiefen der menschlichen Psyche eindringt und immer wieder erneut Problemfelder anspricht, die das Individuum lieber verdrängt.«
Freigeist - Magazine, Sabine Schmidt